Was wir machen

Das stadtsoziologische Lehrprojekt „Fürsorgliche Exklusion – Fluchtmigration, kommunale Integrationspolitik und migrantische Lebensverhältnisse“ verfolgt den Ansatz, Zuwanderung, Flüchtlingspolitik sowie Unterbringungsund Integrationspraktiken lokal zu denken und zu untersuchen. 18 Studierende der Stadt- und Regionalplanung an der TU Berlin setzen sich innerhalb des Projekts mit der Entstehung lokalpolitischer Integrations- und Unterbringungspraktiken, deren Wirkung auf den sozialräumlichen Integrationsprozess, Alternativen zu etablierten Formen der Unterbringung, Formen von Flüchtlingsprotesten und mit der Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure und Willkommensstrukturen anhand des Beispiels Berlin auseinander. Das Forschungsprojekt verfolgt zwei Ziele. Inhaltlich wird unter dem Paradigma der Entstehung urbaner Asylsysteme untersucht, welche Gestalt Flüchtlingspolitik im städtischen Raum annimmt, welche spezifisch urbanen Strategien und Strukturen der Ankunft, Unterbringung und Integration sich im Kontext der aktuellen Zuwanderungsbewegungen ergeben und welche Potenziale von Städten für eine künftige Flüchtlingspolitik ausgehen. Didaktisch-methodisch hat das Projekt den Anspruch, Stadt- und Regionalplaner die Bedeutung von Fluchtmigration und ihre Beziehung zu Stadtentwicklung, Stadtpolitik, Gesellschaft und Machtstrukturen anhand von eigenständig durchgeführten qualitativen Forschungen zu vermitteln sowie insgesamt ihr Wissen und ihre Rolle in der Betrachtung von Zuwanderung in Städten zu fördern.
Dafür haben sich die Studierenden in 6 Forschungsgruppen aufgeteilt, die folgende sechs Themen verfolgen: Fluchtursachen, Integrationskultur, Alternativen der Unterbringung, Protestformen, Politische Funktionen der Unterbringung, sowie Unterkünfte als Räume.